Backhaus unzufrieden mit Agrarpolitik der Bundesregierung - Hubert Sarter

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Backhaus unzufrieden mit Agrarpolitik der Bundesregierung

Erschienen am 14.09.2017
Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) hat der Bundesregierung Versagen in der Agrarpolitik vorgeworfen. Am Vorabend der Eröffnung der Landwirtschaftsmesse MeLa in Mühlengeez (Landkreis Rostock) sagte Backhaus am Mittwoch: «In Berlin sucht man agrarpolitische Akzente vergebens. Nahezu nichts, was bei den Agrarministern von Bund und Ländern auf den Fachkonferenzen Konsens war, ist von der Bundesregierung bisher konsequent weiterverfolgt worden.» Insbesondere fehle es an Ideen für eine zukunftsfähige Milchmarktpolitik, eine Tierwohloffensive oder eine Weiterentwicklung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik. Düngegesetz und -verordnung seien unter dem Druck des europäischen Vertragsverletzungsverfahrens gerade so zustande gekommen.

Landwirte brauchten mehr Planungssicherheit und weniger Bürokratie. «Wenn Landwirte mittlerweile mehr Zeit am Schreibtisch als auf dem Feld verbringen müssen, um ihr Kerngeschäft am Laufen zu halten, wen wundert es da, dass sie den steigenden gesellschaftspolitischen Forderungen nach einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Produktionsweise dauerhaft kaum gerecht werden können», sagte Backhaus. Sein Ziel sei es, die Landwirtschaft ökonomisch sowie ökologisch tragfähig und sozial gerecht aufzustellen. Zahlungen an die Landwirte müssten sich künftig stärker am Umfang ihrer Leistungen für die Gesellschaft bemessen. Honoriert werden solle, wer gesunde Lebensmittel erzeugt, soziale Arbeitsplätze bietet, Tiere artgerecht hält und zur Artenvielfalt beiträgt, wer Landschaftsstrukturen erhält sowie einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.
Schwerin (dpa/mv)